Pflanzen benötigen Nährstoffe, wenn sie nach der Ruhephase zu wachsen beginnen. Häufigkeit und Zeitpunkt der Düngung hängen von den spezifischen Bedürfnissen der Pflanze und der Art des verwendeten Düngers ab. Einige Pflanzen benötigen häufige Düngung, während andere nur einmal oder zweimal im Jahr gedüngt werden müssen.
Wie entsteht die Düngeempfehlung?
Die Düngeempfehlung basiert nicht auf einem einzelnen Messwert, sondern auf dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren:
- EC-Wert: wie viele Nährsalze aktuell im Substrat vorhanden sind.
- Growth Index: ein täglicher Score, der bewertet, wie gut Feuchtigkeit, Temperatur und Licht für deine Pflanze in letzter Zeit waren.
- Feuchtigkeitsaufnahme: wie schnell das Substrat abtrocknet – das lässt Rückschlüsse auf die Wachstumsaktivität deiner Pflanze zu.
- Wachstumsstadium: ob sich die Pflanze in aktiver Wachstumsphase, langsamer Wachstumsphase oder Dormanz befindet.
- Dein Input: Angaben zu letzter Düngung, Umtopfen und Wachstumsstadium verbessern die Analyse erheblich.
Aus diesen Faktoren leiten wir den Nährstoffbedarf ab und empfehlen dir ein Datum in der Zukunft, an dem du düngen oder umtopfen solltest.
Die Düngeempfehlung ist nicht statisch, sondern passt sich dynamisch an – je nach Umweltbedingungen, Saison und deinen eigenen Eingaben. Unser Algorithmus prüft täglich, ob eine Anpassung des empfohlenen Düngedatums sinnvoll ist, basierend auf der aktuellen Feuchtigkeitskurve deiner Pflanze. Kleinere Schwankungen werden dabei bewusst ignoriert, damit das Datum nicht ständig springt.
Wachstumsstadium: automatisch erkannt oder dein Input gefragt
Bei ornamentalen Pflanzen (Zimmerpflanzen, Dekopflanzen) erkennt die App das Wachstumsstadium automatisch anhand der Sensordaten – zum Beispiel „Produktives Wachstum“, „Langsames Wachstum“ oder „Dormanz“. Je nach Stadium wird mehr oder weniger Dünger empfohlen.
Bei produktiven Pflanzen – also Gemüse, Kräutern oder Cannabis – durchlaufen die Pflanzen klar definierte Wachstumsphasen wie Keimung, Vegetationsphase oder Blütephase. Da wir diese Phasen nicht eigenständig erkennen können, bist du hier gefragt: Wenn du uns mitteilst, in welcher Phase sich deine Pflanze gerade befindet, können wir die Düngeempfehlung noch gezielter auf ihre aktuellen Bedürfnisse abstimmen.
Dein Input zählt
Zusätzlich berücksichtigen wir Informationen, die du uns über die letzte Düngung bzw. die letzte Zugabe frischer, nährstoffreicher Erde gibst. Denn wir können zwar die Bedürfnisse deiner Pflanze im Zeitlauf analysieren, allerdings können wir zu Beginn den existierenden Nährstoffgehalt nicht zuverlässig bestimmen – da dieser, bzw. die Verfügbarkeit der Nährstoffe, nicht nur vom Salzgehalt, sondern auch von Variablen wie dem pH-Wert abhängig ist. Dein Input hilft uns dabei, die Analyse zu verbessern.
Wenn der Algorithmus einen plötzlichen Anstieg im EC-Wert erkennt, fragt die App nach, ob du gedüngt hast – damit der Zyklus korrekt weiterlaufen kann.
Was ein zu niedriger oder zu hoher Wert bedeutet
| Wert | Was das bedeutet |
|---|---|
| Zu niedrig | Das Substrat ist nährstoffarm – deine Pflanze könnte bald Hunger bekommen. |
| Optimal | Die Nährstoffversorgung ist gut – kein Handlungsbedarf. |
| Zu hoch | Zu viele Salze im Substrat – das kann die Wurzeln schädigen. |
Liegt der Wert dauerhaft im oberen Bereich, empfiehlt die App, das Substrat gründlich mit Wasser durchzuspülen oder die Pflanze umzutopfen, um die Salzanreicherung zu reduzieren. Liegt er dauerhaft zu niedrig, ist es Zeit zu düngen.
Die Düngekurve in der App
Die Kurve, die du in der App siehst, zeigt keine direkten Messwerte an – anders als zum Beispiel die Feuchtigkeitskurve. Sie stellt modellhaft dar, wie der Nährstoffgehalt im Substrat bis zum nächsten Düngedatum absinkt. Der lilafarbene Gradient wird dabei mit der Zeit schwächer – je blasser die Farbe, desto geringer der verbleibende Nährstoffgehalt im Substrat. Die Kurve zeigt dir:
- Das Datum, an dem zuletzt gedüngt oder umgetopft wurde.
- Wo du dich heute im Zyklus befindest.
- Wann du das nächste Mal düngen oder umtopfen solltest.
In der Kalenderansicht kannst du außerdem alle vergangenen Dünge- und Umtopfaktivitäten nachvollziehen – sie sind am jeweiligen Tag markiert und festgehalten. Nach einem bestätigten Düngevorgang startet der Zyklus von vorne.
Wer noch genauer hinschauen möchte, findet unterhalb der Kalenderansicht außerdem einen eigenen EC-Graphen mit dem gemessenen Salzgehalt im Substrat – dazu mehr in einem separaten Artikel.
Sommer, Winter und Wachstumsstadien
Stellt der FYTA Beam fest, dass sich deine Pflanze aufgrund von Veränderungen der Umweltfaktoren in der Ruhephase befindet – meist im Winter – wird die Düngeempfehlung im Graphen nach hinten verschoben, da deine Pflanze nun ohne oder mit einer kleinen Menge Nährstoffe auskommt. Wechselt die Saison von der Ruhephase in die Wachstumsphase, wird dir empfohlen, wieder häufiger zu düngen.
Passend dazu zeigt die App auch das aktuelle Wachstumsstadium deiner Pflanze an – zum Beispiel „Dormant“ im Winter, „Langsames Wachstum“ in Übergangsphasen oder „Produktives Wachstum“ wenn die Bedingungen optimal sind. So siehst du auf einen Blick, in welcher Phase sich deine Pflanze gerade befindet und warum die Düngeempfehlung entsprechend angepasst wird.
Wichtig: Wir erkennen Sommer- und Wintermodus nicht anhand des Kalenders, sondern anhand echter Lichtdaten. Der Sensor wertet dafür die tatsächlichen Sonnenstunden der letzten 14 Tage aus. Nur wenn alle 14 Tage eindeutig auf Sommer oder Winter hindeuten, wechselt das System den Modus – ein einzelner bewölkter oder sonniger Tag reicht nicht aus, um eine Umschaltung auszulösen.
Der Salzgehalt (EC) in der App
Den genauen Salzgehalt siehst du außerdem als eigenen EC-Graphen unterhalb der Kalenderansicht. Da EC-Werte nur unter bestimmten Feuchtigkeitsbedingungen zuverlässig sind, kann der Wert zeitweise ausgegraut dargestellt werden – mehr dazu im Artikel „Was ist EC und wie messen wir Nährstoffe?“

Ich habe den Beam plus Hub erst wenige Tage. ich bekam recht schnell den Hinweis ich müsse düngen. was ich jetzt wirklich vermisst habe, ist die Empfehlung zu einer Düngerart plus evtl. Menge. Einfach nur „düngen“ kann ja alles bedeuten.
Danke für Dein Feedback, wir haben dies und mehr bereits in Planung.